BLUMEN & BROT

Lieder und Geschichten der Shoah

"Ihr seid nicht schuldig für das, was damals geschehen ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts von dieser Geschichte wissen wollt." (Esther Bejarano)

Nach meinem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz / Auschwitz-Birkenau im Sommer 2024 hatte ich das starke Bedürfnis, das danach entstandene Lied "Blumen & Brot" in einem eigenen Rahmen zu präsentieren und damit einen eigenen Beitrag zum Gedenken an die Opfer der Shoah zu leisten. Aus diesem Bedürfnis heraus entstand schließlich die Idee eines Konzertformats mit Liedern und den dazugehörigen Geschichten aus dem Kontext der Shoah. Es folgte über ein Jahr der Planung, Recherche, des Arrangierens und der intensiven Auseinandersetzung mit der Shoah, mit jüdischer Kultur und Musik, aber auch und vor allem mit mir selbst. Auf diesen Seiten findet ihr nun ergänzend zum Konzert und darüber hinaus Geschichten von Menschen und Liedern, die mir auf dieser Reise begegneten und mich tief bewegt haben.

Ilse Weber

Geboren am 11. Januar 1903 als Ilse Herlinger in Vitkovice, begann sie bereits sehr früh, verschiedene Instrumente zu spielen, zu singen und auch eigene Geschichten und Gedichte zu schreiben.

Hirsch Glik

1922 in Vilna geboren, schrieb er bereits in seiner Jugend Gedichte und war im Ghetto Vilna fest in die Künstlerszene integriert. Er kämpfte aber auch für die Vilnaer Partisanen und schrieb die Hymne ihres Widerstands.

Lin Jaldati

Die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin wurde am 13. Dezember 1912 in Amsterdam geboren. Ende der 1930er Jahre schloss sie sich der Kommunistischen Partei der Niederlande an und kämpfte ab 1940 im Widerstand.

Danksagung

Es gibt Menschen, ohne die dieses Projekt so nicht möglich gewesen wäre:

Zunächst danke ich meinem Mann, der seit über 20 Jahren (fast) jeden Weg mit mir geht, mir immer den Rücken freihält und an mich glaubt. Du bist mein Fels in der Brandung.
Ich danke weiterhin meiner lieben Freundin und Weggefährtin Jenny Schauerhammer für ihre Freundschaft, ihren Blick für's Detail, ihre Inspiration, die immer offenen Ohren und ihre stete Bereitschaft, mich zu unterstützen.
Von der ersten Idee an war mein lieber und sehr geschätzter Freund Johannes Paul Gräßer an meiner Seite mit seiner Erfahrung und unbezahlbarem Rat. Dein Zuspruch und deine Wertschätzung haben mich niemals aufgeben lassen.

Außerdem möchte ich den wunderschönen Frauen im Leipziger Liederszene e.V. danken, die mich herzlich im Verein aufgenommen haben und dank deren Interesse und Offenheit dieses Projekt unter dem Dach des Vereins seinen Platz gefunden hat. Masha, Paula, Maria - danke für eure offenen Ohren und Herzen!

Und schließlich gibt es Menschen, die mich auf eine sehr praktische Weise unterstützt haben. Allen voran Selina, die so viel Kreativität und Können in alles steckt, was mit Grafik zu tun hat - vom Logo bis hin zum Programmheft. Danke, dass du dich darauf eingelassen hast - unsere Zusammenarbeit ist mir ein inneres Blumenpflücken!
Meine Schwester Marta Nowicki hat die wunderschönen Portraits von mir gemacht und bearbeitet - du holst im wahrsten Sinne des Wortes immer das Beste aus mir heraus.
Dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, insbesondere der lieben Christina Jäger, möchte ich für die wunderbare Kooperation danken, danke der mein Konzertformat dort seine Bühnenpremiere feiern darf.

Ich hatte im letzten Jahr oft den Gedanken, dass es schön wäre, dieses Projekt nicht allein stemmen zu müssen. Doch die Wahrheit ist natürlich, dass ich damit nie allein war, weil ich die besten Menschen an meiner Seite habe. Und dann gibt es noch all die Menschen, denen ich im letzten Jahr begegnet bin, mit denen ich tolle und inspirierende Gespräche führen durfte und die mich ermutigt und mir gezeigt haben, dass dieser Weg es wert ist, ihn zu Ende zu gehen. Danke euch allen!