BLUMEN & BROT

Lieder und Geschichten der Shoah

"Ihr seid nicht schuldig für das, was damals geschehen ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts von dieser Geschichte wissen wollt." (Esther Bejarano)

Nach meinem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz / Auschwitz-Birkenau im Sommer 2024 hatte ich das starke Bedürfnis, das danach entstandene Lied "Blumen & Brot" in einem eigenen Rahmen zu präsentieren und damit einen eigenen Beitrag zum Gedenken an die Opfer der Shoah zu leisten. Aus diesem Bedürfnis heraus entstand schließlich die Idee eines Konzertformats mit Liedern und den dazugehörigen Geschichten aus dem Kontext der Shoah. Es folgte über ein Jahr der Planung, Recherche, des Arrangierens und der intensiven Auseinandersetzung mit der Shoah, mit jüdischer Kultur und Musik, aber auch und vor allem mit mir selbst. Auf diesen Seiten findet ihr nun ergänzend zum Konzert und darüber hinaus Geschichten von Menschen und Liedern, die mir auf dieser Reise begegneten und mich tief bewegt haben.

Theresienstadt

Die ehemalige Garnisonsstadt wurde ab November 1941 von den Nazis als Sammel- und Durchgangslager eingerichtet, in das auch viele jüdische Intellektuelle und Künstler:innen verschleppt wurden. "Blumen & Brot" erzählt die Geschichten von Ilse Weber und Leo Straus.

Łódź

Im Ghetto Łódź (1939 bis 1944) war der berüchtigte Chaim Rumkowski als Vorsitzender der Jüdischen Selbstverwaltung eingeteilt. Der Kabarettist und Gefangene Yankele Hershkovitsh sang trotz Zensur durch den Judenrat in den Strassen Lieder über das aktuelle Geschehen.

Vilna

Das "Jerusalem des Nordens" wurde es vor dem 2. Weltkrieg genannt und war ein Zentrum jüdischer Kultur und Bildung. Die Dichter Hirsch Glik und Shmerke Kaczerginski kämpften hier als Partisanen gegen die Nazis und schrieben die Hymnen des jüdischen Widerstands.

Danksagung

Das sind die Menschen, ohne die dieses Projekt so nicht möglich gewesen wäre:

Zunächst danke ich meinem Mann, der seit über 20 Jahren (fast) jeden Weg mit mir geht, mir immer den Rücken freihält und an mich glaubt. Du bist mein Fels in der Brandung.
Außerdem geht ein großes Dankeschön an meine Mama Angela Nowicki, dank der ich bereits als Kind Jiddische Lieder kennenlernen durfte und die mich immer nach Kräften unterstützt und an mich geglaubt hat.
Ich danke weiterhin meiner lieben Freundin und Weggefährtin Jenny Schauerhammer für ihre Freundschaft, ihren Blick für's Detail, ihre Inspiration, die immer offenen Ohren und ihre stete Bereitschaft, mich zu unterstützen.
Von der ersten Idee an war mein lieber und sehr geschätzter Freund Johannes Paul Gräßer an meiner Seite mit seiner Erfahrung und unbezahlbarem Rat. Dein Zuspruch und deine Wertschätzung haben mich niemals aufgeben lassen.

Außerdem möchte ich den wunderschönen Frauen im Leipziger Liederszene e.V. danken, die mich herzlich im Verein aufgenommen haben und dank deren Interesse und Offenheit dieses Projekt unter dem Dach des Vereins seinen Platz gefunden hat. Masha, Paula, Maria - danke für eure offenen Ohren und Herzen!

Und schließlich gibt es Menschen, die mich auf sehr praktische Weise unterstützt haben. Allen voran Selina, die so viel Kreativität und Können in alles steckt, was mit Grafik zu tun hat - vom Logo bis hin zum Programmheft. Danke, dass du dich darauf eingelassen hast - unsere Zusammenarbeit ist mir ein inneres Blumenpflücken!
Meine Schwester Marta Nowicki hat die wunderschönen Portraits von mir gemacht und bearbeitet - du holst im wahrsten Sinne des Wortes immer das Beste aus mir heraus.
Felix Seidel für Hosting und Betreuung dieser Website.
Dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, insbesondere der lieben Christina Jakob, möchte ich für die wunderbare Kooperation danken, dank der mein Konzertformat dort seine Bühnenpremiere feiern darf.
Und nicht zuletzt Alexander Keiner für die Erstellung der Multimediapräsentation zum Konzert.

Ich hatte im letzten Jahr oft den Gedanken, dass es schön wäre, dieses Projekt nicht allein stemmen zu müssen. Die Wahrheit ist natürlich, dass ich nie allein war, weil ich die besten Menschen an meiner Seite habe. Es gibt noch all die Menschen, mit denen ich vor allem im vergangenen Jahr viele tolle und inspirierende Gespräche führen durfte und die mich ermutigt und mir gezeigt haben, dass dieser Weg es wert ist, ihn zu Ende zu gehen. Danke euch allen!

Lena Lehmann, 19. Januar 2026